Wie viel Sport ist zu viel?

Immer weiter, immer öfter, immer schneller, immer mehr Gewicht. Regelmäßiges Training steigert unsere Leistung. Jedoch kann Übertreibung auch den Körper schwächen…warum sind Pausen also so wichtig?!

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In der Mittagspause erzählte mir meine Freundin, dass sie gestern EMS ausprobiert habe. Es hat super viel Spaß gemacht aber danach war das Glücksgefühl, wie sonst nach dem Sport, einfach nicht da: „Ich fühlte mich schlapp und ausgelaugt“. Mir war gleich klar, dass es nicht am EMS liegen konnte, trotzdem wollte ich dem Thema etwas auf den Grund gehen: Wie viel Sport ist zu viel?

 

Wie wahrscheinlich jeder ahnt, schadet zu viel Sport Muskeln, Bändern, Gelenken und Sehnen, aber auch der Hormonhaushalt, Immunsystem und das vegetative Nervensystem können aus dem Gleichgewicht geraten. Zudem sind wir anfälliger für Infekte und legen sogar Gewicht zu (weil das Stresshormon Cortisol ansteigt, was wiederum die Fettverbrennung hemmt), oder sogar die Regel kann ausbleiben. – weitere Folgen sind brüchige Nägel und dünne Haare: bis es dazu kommt, muss aber schon einiges passiert sein, denn eine Überbelastung baut sich langsam auf.

 

ERSTE ANZEICHEN

Nicht nur die oben beschriebenen Szenarien sind Anzeichen, sondern auch die Leistung kann zuvor sinken-> Schuld daran ist das so genannte Überlastungssyndrom. Dieses tritt auf wenn:

-kontinuierlich zu viel trainiert

-kontinuierlich zu hart trainiert

-zu schnell das Trainingspensum gesteigert

-auf Pausen verzichtet

wird.

(andere Ursachen, wie bspw. eine Schilddrüsenerkrankung müssen ausgeschlossen sein)

 

MACH MAL PAUSE!

Stichwort Superkompensation! Ja, Pausen sorgen dafür, dass wir beim nächsten Training noch besser sind. In der Ruhephase kann sich dein Körper erholen und sich auf den erneuten Trainingsreiz vorbereiten. Eine Pause füllt nicht nur deine Reserven auf, sondern stellt für die kommende Belastung neue Energie bereit.

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SCHMERZ ERKENNEN

Damit meine ich nicht den normalen Muskelkater – diese Mikrotraumen sind harmlos. Hier sind andere Schmerzen, wie bspw. im Knie gemeint. Diese Schmerzen sollte man ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen, ansonsten kann es zu chronischen Verletzungen kommen.

Sportsüchtige ignorieren diese Schmerzen: es wird täglich zwanghaft trainiert, häufig sogar mit Verletzungen. Denn Sport wird zum Lebensinhalt und kontrolliert den Sportler.

Ein Anzeichen für Sportsucht ist, wenn dir wichtiger ist, wie dein Körper aussieht, als dass es ihm gut geht.

 

SO VIEL SPORT IST GUT

Als Faustregel gilt:

Anfänger                     2-3x pro Woche, 30-45 Minuten      

Geübte Sportler          täglich bis zu 60 Minuten moderat

Geübte Sportler          3-4x pro Woche bis zu 2 Stunden intensiv       

Leistungssportler        mehr als 8 Stunden pro Woche

 

Spätestens als Leistungssportler sollte mit einem gut durchdachten Trainingsplan und professioneller Begleitung trainiert werden.

Eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining ist optimal, da sie einseitiger Belastung vorbeugt. In welchem Verhältnis dies geschieht, hängt von dem individuellen Trainingsziel ab: Muskeln aufbauen, abnehmen, Kondition verbessern…

Außerdem gilt für Nicht-Leistungssportler: vorwiegendes Training im aeroben Trainingsbereich (damit die Muskeln nicht übersäuern), das bedeutet, dass du dich beim Training noch unterhalten kannst.

 

Wie viel Sport dann tatsächlich zu viel ist, hängt von mehreren Faktoren ab wie bspw.: Veranlagung, Fitness-Status und Alter.

Ansonsten zählt wie immer: Sport soll Spaß machen und uns guttun!

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*Die Bilder sind frei gewählt, die darauf erkennbaren Marken stehen in keinem Zusammenhang mit dem Blogartikel. Die Platzierung ist frei gewählt und unbezahlt.

2 Kommentare

  1. Wow! Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und habe dich direkt abonniert! Ich freue mich auf weitere Posts von dir!
    Ich trainiere 6-7 Mal/Woche und habe einen persönlichen Trainer. Interessanter Beitrag! 🙂
    Liebe Grüße,
    Katharina

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